Herzlich Willkommen

Drum, Stadt, nimm mich, wie ich bin…

© 04/2017 Fish Movies

Stadt Leipzig

Eine andere Legende stammt aus neuerer Zeit: »Mein Leipzig lob’ ich mir …« wird pausenlos zitiert. Goethes

scheinbares Lob und die angebliche Verbeugung vor dieser Stadt stand sogar über viele Jahre als Leuchtschrift

am Brühl – und soll wieder hin. Die betreffende Faust-Stelle sollte man aber mal lesen, denn: Nicht »Goethe

sagt«, sondern eine seiner Figuren, der versoffene und ein wenig verkommene Frosch, der schon durch halb

Europa gezogen ist. Er antwortet auf Mephistos Rede; Brander ist nur Einschub …:

»Mephistoles. Ich muß dich nun vor allen Dingen / In lustige Gesellschaft bringen, / Damit du siehst, wie leicht

sich’s leben läßt. / Dem Volke hier wird jeder Tag ein Fest. / Mit wenig Witz und viel Behagen / Dreht jeder sich

im engen Zirkeltanz / Wie junge Katzen mit dem Schwanz. / Wenn sie nicht über Kopfweh klagen, / So lang der

Wirt nur weiter borgt, / Sind sie vergnügt und unbesorgt.

[Brander. Die kommen eben von der Reise, / Man sieht’s an ihrer wunderlichen Weise; / Sie sind nicht eine

Stunde hier.]

Frosch. Wahrhaftig, du hast recht! / Mein Leipzig lob’ ich mir / Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute …«

Herzlich Willkommen

Stadt Leipzig

Die Legende

Drum, Stadt, nimm mich, wie ich bin…

© 04/2017 Fish Movies

„Mein Leipzig lob ich mir…“ stammt nicht von Goethe sondern von einem ziemlich verkommenen Frosch, der schon durch halb Europa gezogen war…

Eine andere Legende stammt aus neuerer Zeit: »Mein Leipzig lob’ ich mir …« wird

pausenlos zitiert. Goethes scheinbares Lob und die angebliche Verbeugung vor dieser

Stadt stand sogar über viele Jahre als Leuchtschrift am Brühl – und soll wieder hin. Die

betreffende Faust-Stelle sollte man aber mal lesen, denn: Nicht »Goethe sagt«, sondern

eine seiner Figuren, der versoffene und ein wenig verkommene Frosch, der schon durch

halb Europa gezogen ist. Er antwortet auf Mephistos Rede; Brander ist nur Einschub …:

»Mephistoles. Ich muß dich nun vor allen Dingen / In lustige Gesellschaft bringen, / Damit

du siehst, wie leicht sich’s leben läßt. / Dem Volke hier wird jeder Tag ein Fest. / Mit wenig

Witz und viel Behagen / Dreht jeder sich im engen Zirkeltanz / Wie junge Katzen mit dem

Schwanz. / Wenn sie nicht über Kopfweh klagen, / So lang der Wirt nur weiter borgt, / Sind

sie vergnügt und unbesorgt.

[Brander. Die kommen eben von der Reise, / Man sieht’s an ihrer wunderlichen Weise; /

Sie sind nicht eine Stunde hier.]

Frosch. Wahrhaftig, du hast recht! / Mein Leipzig lob’ ich mir / Es ist ein klein Paris und

bildet seine Leute …«